Es war einmal...

Das unbekannte Land der Spinne.

Es war einmal...

Beitragvon Ardlan am So 15. Apr 2012, 23:35

Im Lande Neu Verdonia gehen viele Geschichten um, die eine Wahr die andre nicht, doch hört man beide Arten an überall in verschiedenen Varianten von verschiedenen Personen.
Hier sind einige davon:
Ardlan
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Der große Zwergenkönig

Beitragvon Ardlan am So 15. Apr 2012, 23:36

Es lebte einstmals der große König Grogrin Eisenbart, der über sein Land herrschte, jedem seiner Untertanen die Liebe entgegenbrachte, die verdiente und sein Volk mit allem was ihm zur Verfügung stand vor Unfrieden schützte.

Als sich dann eines Tages der Erzfeind erhob, um unter Eisenbarts Volk seine Intrigen zu spinnen und nur Unbill stiftete, schloss der weise Zwerg Bündnisse mit den anderen Völkern, die er achtete: Den Elfen des Waldes, den Elfen der Städte und den Alten die schon immer da waren.
Doch trotz dieser Unterstützung konnten sie sich nur schwer gegen den Feind behaupten und der mutige König wurde in der Schlacht schwer verletzt.Also trug er seinen besten Schmieden und Gelehrten auf: "Baut mir die beste und stabilste Rüstung, die jemals auf einem Schlachtfeld getragen wurde, auf das die Klingen der Feinde daran zerbrechen werden."

Und so arbeiteten die Schmiede und Gelehrten Tag und Nacht, 5 Monde lang an dieser Rüstung, bis diese endlich fertig war. Der König und auch seine Verbündeten waren beeindruckt von diesem Meisterstück.Als dann der Tag gekommen war und die Schlachten gegen den Erzfeind erneut begannen stieg der König in seine Rüstung um erst wieder zu ruhen, wenn der Feind ein für alle mal besiegt ist.
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Re: Es war einmal...

Beitragvon Ardlan am So 15. Apr 2012, 23:37

Es war einmal ein junger, aufstrebender Spruchweber, der von allen für seine Macht und sein Geschick bewundert wurde, sodass er meinte, schon vorzeitig in höhere Ränge hätte aufsteigen können. Doch die älteren Spruchweber meinten stets, er wäre noch zu jung und unerfahren. Als es dann so weit war und der junge Spruchweber den Rang eines Lehrlings hinter sich ließ, war er bereits so mächtig wie einiger der Ältesten. Wie schon so viele Male zuvor trat er vor den Rat der Ältesten und den Höchsten und forderte Anerkennung für seine Fähigkeiten, indem man ihn gleich in die Reihen der höheren Spruchweber erheben würde. Doch genau wie die Male zuvor wurde es ihm aufgrund von mangelnder Erfahrung und Alters verweigert. Daraufhin zog er aus ins Land, um Erfahrungen zu machen und Abenteuer zu bestehen, auf das ihm bei seiner Rückkehr niemand den Aufstieg in die höheren Ränge verwehren könnte.

Er sah in den folgenden Jahren allerlei interessantes wie die Stämme der Niederen im Süden, die Streitigkeit der beiden Rassen unter den Bergen, die sonderbaren Wesen hoch im Norden und noch vieles mehr, wovon selbst die alten Spruchweber nicht zu träumen gewagt hätten. Nach 3 Jahren Wanderschaft kam er tief in den alten Wäldern des Ostens an eine Stelle im Wald, wo selbst am Tag kaum Licht schien und kein Geräusch die Ruhe zu trüben wusste. Dort legte sich der Spruchweber nach seiner beschwerlichen Reise zur Ruhe. In dieser Nacht wurde er von einer mysteriösen, körperlosen Präsenz heimgesucht, die ihn zuerst verängstigte, dann aber positiv überraschte als diese ihn freundlich in ein Gespräch verwickelte. Während des gesamten Gesprächs versuchte der Spruchweber herauszufinden, was es war, mit dem er sich unterhielt und was es wollte, doch das Wesen schaffte es geschickt allen Andeutungen in diese Richtung auszuweichen. Mit all seiner Konzentration auf seine Versuche dieses Wesen zu durchschauen, achtete er kaum auf das, was er von sich preisgab und ehe er sich versah, hatte er dem fremden Wesen fast seine gesamte Lebensgeschichte erzählt. Der Part mit den anderen Spruchwebern und den Höchsten schien das Wesen besonders zu interessieren und es kommentierte es, indem es voraussagte, dass selbst wenn der Spruchweber mit all seinen gemachten Erfahrungen zurückkehrte, niemand ihm einen höheren Rang geben würde, denn Alter und Erfahrung waren von Anfang an nicht das Problem gewesen, sondern die Angst vor dem Ehrgeiz und der Macht die der Spruchweber an den Tag legte.

Der Spruchweber wollte dem Wesen nicht glauben und verließ wutentbrannt ob der Beleidigung seiner Meister den Wald und machte sich auf, um den Höchsten seine Erfahrungen und Erlebnisse vorzulegen. Die höheren Spruchweber und der Höchste waren zutiefst beeindruckt über die Berichte des Spruchwebers, teilten ihm danach aber mit, sie hätten einen geeigneteren Kandidaten gefunden, der besser in ihre Reihen passte. Völlig entgeistert von dieser Mitteilung begann er den Höchsten immer aggressiver mit Fragen zuzusetzen, welche dieser abwies. Als dann der Höchste den Spruchweber wegschicken wollte, indem er ihn an seine Position erinnerte, verlor dieser vollends die Beherrschung und fiel den Höchsten an, wodurch sich die anderen, die sich bis zu diesem Punkt im Hintergrund gehalten hatten, dazu gezwungen sahen einzugreifen und den Spruchweber aus ihrer Runde entfernten und für immer zu verbannten.

Nachdem der Spruchweber sich wieder gesammelt hatte, kehrte er an die Stelle im Wald zurück und suchte das Wesen. Es dauerte eine Woche des intensiven Suchens, bis er wieder mitten in der Nacht dieser Präsenz begegnete. Er erzählte alles, was die anderen Spruchweber und die Höchsten ihm angetan hatten. Das Wesen lauschte nur, bis zu dem Punkt, an dem der Spruchweber fragte, woher es das alles hatte wissen können und antwortete nur, dass sie etwas Ähnliches mit ihm getan hätten. Auf die weitere Nachfrage des Geschehens von dem Spruchweber kam nur die Frage, was er bereit zu tun wäre für die Rache und eine bessere Zukunft. Der Spruchweber antwortete nur: „Alles“.
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Re: Es war einmal...

Beitragvon Ardlan am Mi 22. Apr 2015, 18:56

Vor langer, langer Zeit herrschten die uralten Könige über ein gewaltiges Reich und ihre Herrschaft war ewig und unanfechtbar. Lange Zeit lief alles gut damit, doch eines Tages wollte einer der Herrscher auch Untergebenen gewisse Rechte zusprechen und begann für sie einzustehen. Die anderen Herrscher sahen sich in ihrer Position bedroht, würde man dem Pöbel erlauben, Macht zu erlangen. Also begannen sie zusammen den Außenseiter an einen neuen Platz zu verweisen: ins Exil.

Dem Aussenseiter blieb lange Zeit die Macht und der Einfluss der bekannten Welt verwehrt, bis ihm eines Tages am Rande der Welt ein junger Mann mit viel Potential, auf einer Reise Weisheit zu erlangen, begegnete. Der alte Herrscher erkannte aus den Aussagen sofort, dass die anderen dem jungen Mann niemals die Anerkennung geben würden, die er verdient und überzeugte ihn davon sich seiner Sache anzuschließen.
Der Aussenseiter sprach diesmal nicht mit den anderen Herrschern, er begründete sein eigenes Reich und begann nach seinen eigenen Vorstellungen darin ein Utopia zu errichten. Diesmal würde er sich nicht so leicht verscheuchen lassen, sein Reich würde kommen, notfalls mit Gewalt.

So geschah es, die uralten Könige nahmen ihre besten Kämpfer, statteten sie mit Macht, Titeln und Gefolge aus und schickten sie gegen den Aussenseiter. Diesmal war dieser aber nicht so leicht zu vertreiben, hatte er doch sein Heer, welches leidenschaftlich für ihn focht. Doch der eine kann nicht ewig gegen alle stehen und so kam es, dass 7 seiner engsten Anhänger das Vertrauen in ihn verloren. 1 verschwand ins Unbekannte, 6 begannen einen Verrat. Dieser Verrat konnte noch abgewandt werden, durch den beherzten Einsatz seiner rechten Hand, seines letzen Vertrauten. Doch nun stand der Aussenseiter mit nur einem Helfer gegen die geballte Macht der anderen Herrschern mit ihren Generälen.
Nachdem die Generäle den Aussenseiter in die Ecke getrieben hatte kamen die alten Herrscher persönlich hinzu und verbannten ihn in ein Gefängnis, auf das er bis zu seinem Ende in Isolation und Finsternis bleiben sollte. Die verbliebenen Anhänger suchten ihr Heil in der Flucht, also schickten die alten Herrscher die Generäle erneut aus.

Die Generäle folgen also den Spuren des vernichteten Verräterkönigs und trafen auf viele Herausforderungen und Abgründe, doch als sie endlich die rechte Hand des Aussenseiters fanden, hatten sie schon zu viele Dinge über die Alten Herrscher erfahren, dass es für den letzten Diener des Verräterkönigs ein leichtes war ihnen aufzuzeigen was mit alten Herrschern nicht stimmte. Die Generäle nahmen ihn gefangen, behaupteten ihren Herrschern gegenüber aber er sei gerichtet worden. Die Saat des Zweifels war geweckt.

Diese neu gewonnene Harmonie währte nur kurz, denn die uralten Könige verkündeten, dass ihre Titel und Positionen nun nicht mehr benötigt werden und ordneten an, dass die Heere wieder verstreut würden. Die Generäle erbost darüber, dass sie nicht in der Machtposition verbleiben durften holten den letzten Verräter wieder aus seinem Gefangenschaft und gründeten zusammen einen Bund mit dem Ziel die uralten Herrscher dahin zu befördern, wo ihre Macht nichts mehr bedeuten würde.
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