Die Reise zur Spinne

Das unbekannte Land der Spinne.

Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Aaron am So 2. Okt 2011, 22:48

"Ich stamme aus Verdonia und habe dort die meiste Zeit verbracht. Gelegentlich reiste ich aber auch mit meinem Lehrmeister," erzählt er, "Nun ist meine Heimat allerdings hier. Hier habe ich nun endlich die Möglichkeit meine Fähigkeiten voll auszuschöpfen. Ich hoffe, ihr werdet das nach unserem Treffen auch verstehen und zu einem ähnlichen Ergebnis kommen."
"Was hindert euch eigentlich derzeit daran, unsere Überzeugung zu teilen?" fragt Vashta dann direkt, "Schaut euch doch nur einmal um! Die Leute sind freiwillig hier, blühen auf und erreichen Höhen, von denen sie nie zu träumen gewagt haben. Oder es war ihnen nicht erlaubt, die Dinge zu tun."
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Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Merlina am Mo 3. Okt 2011, 18:04

Nachdenklich hört Rutna zu. Nach einer Weile antwortet sie dann: „Ich sehe Unterschied zumindest noch nicht.
Was für Vorteil bringt mir Spinne? Ich war erstes Frau von Volk der Vaki und weiß was Macht heißen. Verantwortung für viele Menschen! Und das sein nicht immer leicht. Und Unsterblichkeit? Was bringen sie mir außer mich vor unendlichem Frieden in Reich von „Großer Mutter“ fern zu halten.“
Sie sieht ihn wiederum kurz an. „Welche Fähigkeiten sind es genau, die Ihr nun ausschöpfen könnt?“, fragt sie dann nach.
Da sagte die Stopfnadel: "Seht nur, jetzt bin ich eine Busennadel!"
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Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Eleanora am Mo 3. Okt 2011, 18:51

Aelroayne hat zuletzt den Blick über die Gruppe und die Umgebung schweifen lassen.
Als sich nun jedoch das Thema wieder einmal der Spinne zuwendet, hört sie interessiert der Diskussion von Rutna und Vashta zu.
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Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Aaron am Mo 3. Okt 2011, 20:30

"Ihr sehnt euch also nach dem Tod und hofft auf die Gnade einer fernen Gottheit, die sich euch nicht direkt zeigt. Ich würde euch ja meine Erfahrung gerne direkt zur Verfügung stellen, aber spätestens wenn ihr sterbt, dann werdet ihr erkennen, das ihr den falschen Weg gewählt habt," erklärt Vastha und hält kurz inne, "Dort ist nichts, was euch erwartet und dem Nachfolgt, was jetzt ist."
"Seit ich bei der Spinne bin, habe ich zahlreiche Zauber gelernt, fremdes Wissen erlangt und vieles Neues erlebt. Dieses Land hier ist voller Geheimnisse aus alter Zeit, die auf Entdeckung warten," sagte er, wechselt dann aber über, "Ihr seid doch aus solchen Gründen hier. Ihr wollt wissen, was hinter all dem hier steckt und die Welt erkennen. Das Verständnis für die Welt bringt die Spinne euch."
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Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Merlina am Di 4. Okt 2011, 14:30

„Nein, das denken du falsch“, erwidert die alte Schamanin und daran, dass sich ihr Dialekt verstärkt, kann man merken, dass sie diese Aussage ein wenig aufbringt, doch ihre Stimme ist weiterhin ruhig und freundlich. „Ich nicht mich sehnen nach Tod, sonst ich wären nicht aufgebrochen. Ich nur kein Furcht vor Übergang in anderes Welt.
Doch jetzt ich will kennen lernen mehr von Welt und versuche zu verstehen. Große Mutter schon immer meine Göttin. Ist nicht fern, ist überall um mich herum, ist mein Laskisch – ähm, wie nennt man noch gleich bei euch – Vorherbestimmung?.
Sie beschützt mich und passt auf mich auf. Ich glauben, dass sie beste Gott, aber ich nicht versuchen dich zu überreden, dass sie auch werden deine Gott. Warum versuchen Spinne das? Warum du willst, dass ich auch Anhänger von Spinne werde? Sicher, ich will mehr über Spinne erfahren, aber kann ich dann nicht selber entscheiden, ob ich glaube, dass Spinne besser?“
Sie bleibt kurz stehen, um Luft zu holen, denn das viele Reden, während des Gehens, hat sie etwas erschöpft. Sie zählt viele Lenze mehr als Vashta und auch wenn sie das Umherziehen gewöhnt ist, redet sie dabei selten so viel.
„Was sein das für Zauber, die du gelernt hast und wofür brauchst du sie?“, will sie dann wissen.
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Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Eleanora am Di 4. Okt 2011, 14:43

Aelroayne hört weiterhin gespannt zu. Innerlich freut sie sich über die Worte Rutnas. *Sie spricht mir aus der Seele*, denkt sich die Elfe.
Wären es andere Umstände, würde sich auch Aelroayne an der Diskussion beteiligen, aber wenn sie zukünftig ein Bein der Spinne sein wollte, sollte sie wohl besser über derartige Ansichten schweigen.
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Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Aaron am Mi 5. Okt 2011, 00:57

"Um euch vom Irrglauben und den Versuchungen der falschen Götter abzubringen. Ich selbst scheine euch noch nicht überzeugen zu können, dass ihr Lügen anheim gefallen seid, die euch falsche Götter eingeflößt haben. Zeigt mir eure andere Welt, in die ihr eingehen sollt, wenn ihr sterbt. Beweist, was euch eingeredet wurde," erklärt Vastha und hebt dabei den Finger, "Ich selbst weiß, dass nach dem Tode nichts folgt. Ja, ich weiß es, ich glaube es nicht nur. Das Seelenfeuer erlischt und man entschwindet. Kein Paradies, keine andere Welt, nur Vergessen nach einem kurzen Moment der Dunkelheit."
"Die Spinne bewahrt uns vor diesem Schicksal, indem er uns Leben lässt. Er leitet uns auf den wahren Pfad, ab von den falschen Göttern," meint Vastha ferner, "Ihr, meine Liebe, glaubt an etwas, dass euch aufzehrt und letztendlich eure Seele kosten wird. Ich möchte euch davor bewahren, deshalb seid ihr jetzt hier und nicht auf der Flucht vor uns."
"Hilfreiche Zauber verschiedenster Art lernte ich, seitdem ich hier bin. Das Wiederbeleben zum Beispiel, aber auch Schutzzauber und Verschleierungszauber," antwortet Vastha auf die letzte Frage der Frau, "Ich lerne, um die Magie zu verstehen und zu nutzen. Ich stehe voll und ganz hinter der Spinne und werde dabei auch diese Magie einsetzen, um andere von dem Pfad zu überzeugen, den ich und alle Anhänger bestreiten: Eine Gesellschaft zu erschaffen, in der alle gleich sind. Ich umgebe mich zwar derzeit mit vielen Kampfmagiern, aber ich selbst bin keiner. Ich nutze keine Magie, um andere von meinen Vorstellungen zu überzeugen. Ich könnte, aber ich halte es für den falschen Weg, denn dies ist nicht die Lehre der Spinne."
"Ich finde eure Ansichten sehr interessant und bin sehr interessiert mich weiter mit euch auszutauschen. Ich will mehr über eure Gemeinschaft wissen, die ihr hattet, bevor ihr ausgezogen seid. Ich ahne, dass es dort viele Gemeinsamkeiten gibt," meint Vastha abschließend.
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Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Merlina am Mi 5. Okt 2011, 12:22

Nachdenklich ging die alte Schamanin weiter. Von welchen Versuchungen redete er, fragte sich Rutna. Was er ihr vorwarf, traf auf Vashta selber zu.
Natürlich konnte er sich nicht daran erinnern wie es war, als er tot war. Jemand, der wieder belebt worden war und sich der Spinne anschloss, würde sich niemals an die andere Welt erinnern, denn die Götter würden es nicht zulassen, dessen war sie sich gewiß. Genauso wenig wie die Götter auf dieser Welt wandeln würden, denn ihr Anblick würde die Menschen blenden. Doch Rutna ahnte, dass sie dies Vashta nicht zu erklären brauchte, denn er würde ihr nicht glauben. Er sah es als Beweis dafür, dass es die „Große Mutter“ nicht gab.
Rutna beschloss bei der nächsten Rast zu meditieren, vielleicht hatte sie dann eine Idee.

„Unterschied zwischen deinem Gott und meiner Göttin ist, dass sie es jedem selber überlassen woran er glaubt“, sagt sie schließlich. „Ich habe Göttin selbst noch nie gesehen, da haben du Recht, aber ich kann sie jeden Tag spüren, in allem um mich herum, denn sie haben es geschaffen. Das Gras, die Bäume, die Tiere, alles und sogar mich und auch dich, selbst wenn du es nicht glauben.“
Sie nickt bestimmt. Dann sieht sie ihn offen an.
„Was du wollen wissen?“, fragt sie ihn dann, Bezug nehmend auf seine letzten Worte.
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Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Aaron am Mi 5. Okt 2011, 15:01

"Der wahre Unterschied zwischen der Spinne und eurer Göttin ist, dass mein Gott wirklich ist," antwortet Vashta direkt, "Lest einmal im Glaubensbuch und ihr werdet erkennen, was ich meine. Eure 'Göttin' ist fern."
"Gibt es so etwas wie einen Adel bei euch? Anführer, die über andere herrschen? Eine Rangfolge?", fragt Vashta, "Wer lenkt die Geschicke eures Volkes? Spricht einer für alle, egal, ob es der Wille aller ist?"
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Re: Die Reise zur Spinne

Beitragvon Merlina am Mi 5. Okt 2011, 17:32

Wirklich…, ja, das glaubt er. Doch in Wirklichkeit konnte kein Gott wirklich sein. Er hielt den Mann für einen Gott, weil dieser ihm vorgaukelte einer zu sein, erfolgreich wie man sah, denn in Vashtas Augen sah Rutna Fanatismus.

„Anführer? Ja“, sie nickt. „Ich haben meinen Stamm, die Vaki, lange Zeit geführt. Bei uns es sein so, dass erste Schamanin den Stamm anführt. Ich wurden schon als Kind ausgewählt nächste Schamanin zu werden und lernte von meiner Mutter, die vor mir Schamanin war.“
Sie spricht langsam und wer in ihre Augen sieht, die vor ihr auf den Weg gerichtet sind, kannsehen, dass sie in der Vergangenheit weilt.
„Ich wurden in alles unterwiesen was wichtig war, erfuhr was für Überleben von Stamm wichtig. Die Vaki leben mit und von Natur, also mit und von „Große Mutter“. Die Ältesten des Stammes und die Schamanin lenken Geschick von Stamm mit Hilfe der „Großen Mutter“, aber es ist immer der Wille aller und zum Besten aller.“
Rutna hebt den Blick. Verstand Vashta, was sie sagen wollte? Ihr fehlen in seiner Sprache die richtigen Worte und sie weiß nicht, ob sie es ihm verständlich machen konnte.
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