Ankunft in Valburg

Das alte Königreich auf Pedesta.

Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Rion am Di 23. Feb 2010, 00:08

Erneut schwirren Rion finstere Gedanken durch den Kopf. Dieses Mal versucht er gar nicht die finstere Miene zu unterdrücken. Er verschränkt die Arme vor der Brust und lehnt sich an die Wand.
Mit einem Blick auf die Truhe und die Beutel entgegnet er dem Mann: "Das sagte ich euch bereits. Was ich tauschen will liegt da vor euch. Die Truhe könnt ihr behalten. Die Beutel nehme ich wieder mit. Ich denke, ihr werdet ohnehin alles selber noch einmal nachwiegen wollen."
Im Kopf rechnet sich Rion aus, was er für den Inhalt bekommen müsste. Und beobachtet dann den Glatzköpfigen bei der Arbeit.
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Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Aaron am Di 23. Feb 2010, 00:47

Der Mann öffnet die Truhe und setzt sich. Er beginnt jeweils eine ordentliche Hand von Feueraugen rauszunehmen und auf seine Waage zu legen, auf die andere Seite legt er einige Gewichte, die 900 Gramm ergeben. Die Waage befindet sich im Gleichgewicht und der Glatzköpfige schiebt auf seinem Abakus drei Kugel auf die andere Seite. Die gewogenen Feueraugen legt er zur Seite.
Diesen Vorgang wiederholt er mehrere Male. Gelegentlich legt er ein paar Feueraugen dazu oder nimmt sie wieder weg, damit die Waage ins Gleichgewicht kommt, die geschätzte Menge scheint aber immer recht gut an die 900 Gramm heranzukommen.
Beim letzten Mal legt er die restlichen Feueraugen auf die Waage und justiert die Gewichte. Bei 333 Gramm kommt sie ins Gleichgewicht und er schiebt noch zwei weitere Kugeln herum.
Damit ist die Truhe nun vollständig leer und er blicht auf den Abakus und rechnet die Kugeln zusammen. "5600 Feuermark minus die Gebühr von 10% sind," meint der Mann und überlegt ein wenig, "5040 Feuermark, mein Herr, die ihr hierfür bekommt."
Der Mann öffnet eine Schublade am Tisch und holt einen Kasten hervor. Er nimmt seine Kette vom Hals, an der ein kleiner Schlüssel zu hängen scheint und öffnet damit den Kasten.
"So, 144, 288," beginnt der Mann zu zählen und legt jedesmal einen Schein auf den Tisch, "432, 576, 720, 864, 1008, 1152, ...4608, 4752, 4896. Und nun noch etwas kleineres Geld," fährt er fort und legt zu den Scheinen noch weitere, "plus 60 sind 4956, plus 12 sind 4968 und nochmal 4980, plus 5 mal 6 sind 5010 und dann noch Münzen im Wert von 30 Feuermark." Es folgen noch drei größere Münzen, drei etwas kleinere Münzen und 6 noch kleinere Münzen.
"Damit sind wir nun bei 5040 Feuermark, mein Herr. Möchtet ihr noch einmal wiegen und nachzählen?", fragt der Mann Rion.
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Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Rion am Di 23. Feb 2010, 13:00

Rion nimmt das Geld vom Tisch. Er steckt die Münzen in einen der nun leeren Beutel und die Scheine verteilt er auf die anderen. Nachdem er alle Beutel verborgen hat, sieht er den Glatzkopf nochmal an.
Nach einer Weile meinte er dann: "War schön, Geschäfte mit euch zu machen. Mögen die Götter euch gewogen sein."
"Feor sei mit Euch!", erwidert der Mann, worauf Rion dann hinaushgeht.

Draußen dann schaut er nach rechts und links und ghet dann die Straße entlang, jedoch in entgegengesetzter Richtung des Hafens bis er beim vierten Gasthaus ankommt. Er betrachtet das Schild und geht hinein.
Im Inneren begibt sich Rion direkt zum Wirt. Er wechselt einige Worte mit diesem und greift in eine seiner Beinstulpen. Von dort fördert er ein Messer zutage und legt dieses vor den Mann, der schlagartig ernst blickt. Das Messer verschwindet hinter der Theke und der Wirt nickt kurz.
Rion verabschiedet sich wieder und geht wieder hinaus um dieses Mal direkt zum Hafen zurück zu gehen.
Er kommt dort ohne Probleme an. Arbeiter sind eifrig bemüht Kisten, Truhen, Säcke und auch einige Tiere an Land in eines der Lagerhäuser zu bringen.
Auf dem Schiff sucht er Harmir, findet diesen nicht. Er erkundigt sich beim Kapitän und dieser erzählt ihm, dass Harmir noch bei weiteren Treffen mit anderen Händlern sei. Also betritt Rion Harmirs Kajüte und legt sämtliche Beutel auf den Tisch, bevor er wieder hinaus geht und die Verladungsarbeiten beobachtet.
So wartet er auf Harmir um mit ihm die weiteren Zeitabläufe zu besprechen.
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Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Rion am Di 23. Feb 2010, 19:29

Harmir kommt erst sehr spät wieder zurück zum Schiff. Sämtliche Verladearbeiten sind bereits erledigt.
"Ah Rion. Wie ist es gelaufen?", fragt Harmir, als er an Bord kommt.
"Fünftausend und irgend son Kleinkram.", antwortet Rion.
Harmir nickt und beide gehen in Harmirs Kajüte. Dort liegen immer noch sämtliche Beutel.
Harmir öffnet seine Truhe und zählt dreihundert Feuermark ab. Er bemüht sich, keine zu großen Scheine zu wählen, da dies Rion nicht weiterhelfen würde. Anschließend reicht er Rion das Geld.
"Und wie lief das andere?", fragt Harmir nun.
"Hab's gefunden und es abgeliefert. Wie lange es nun dauert, weiß ich nicht."
"Also. Wenn alles schnell läuft,legen wir in einer Woche wieder ab. Reicht diese Zeit?"
"Ich hoffe.", meint Rion nur kurz.
"Es würde mich freuen, dich noch weiter auf der Reise dabei zu haben. Aber warten wir das erstmal ab. Morgen kommen die ersten Waren an Bord. Die Verhandlungen waren erfolgreich."
"Also dann bis morgen früh. Schlaf gut Harmir."
"Du auch, Rion. Bis morgen."
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Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Rion am Do 25. Feb 2010, 20:52

Drei Tage später kommt ein Bote aufs Schiff, der Rion einen Brief überbringt.
Nachdem Rion diesen gelesen hat schaut er einige Zeit aufs Meer hinaus.
"Und was steht drin?", hört Rion Harmirs Stimme hinter sich.
Rion dreht sich zu Harmir un. "Ich fahre mit euch weiter. Der Kontakt weiß nichts genaueres, aber er wird sich darum kümmern. Ich fahre sogar nach Meerburg mit euch weiter nach Neu Verdonia."
"Nach Neu Verdiona?", Harmir ist sichtlich erstaunt. "Was willst du da denn?"
"Mich erneut mit dem Kontakt treffen. Allerdings dürfte ich trotzdem viel zu früh ankommen. Da werde ich mir schon etwas einfallen lassen müssen, um die Zeit dort totzuschlagen."
Einer der Matrosen hatte dies gehört und kommt nun herbei. "Verzeiht, dass ich einfach so in euer Gespräch falle, aber vielleicht wollt interessiert euch ja ein Gerücht über dieses Neu Verdonia. Ich hab es vorgestern in einer der Tavernen aufgeschnappt."
"Ein Gerücht? Fohrt fort."
"Naja. Dort soll irgendwo eine Höhle gefunden worden sein. Sie ist verschlossen. Mit jeder Menge Schätze und so. Und böses Wissen soll da auch sein.", erzählt der Mann voller Begeisterung.
"Böses Wissen?"
Rion schaut den Seemann skeptisch an.
"Ja, wenn ich es euch doch sage. Das haben meine Kumpels auch gehört. Böses Wissen. Gotteslästerungen. Alles Heiden da drüben."
Rion nickt, "Habt Dank. vielleicht lohnt es sich, dem nachzugehen."
Was in diesen Höhlen zu finden sein wird, kann er sich nicht vorstellen. Allerdings bezweifelt er stark, dass wirklich solch Obskuren Dinge dort zu finden sein werden. Gerüchte sind nunmal Gerüchte. Je weiter sie getragen werden, desto weiter sind sie von der Wahrheit entfernt.
Alleine schon der Umstand, dass die Höhle verschlossen sein soll, lässt darauf schließen, dass eigentlich niemand ernsthaft Wissen kann, was sich darin befindet. Außer er hätte die Höhle selber verschlossen. Aber das ist sehr unwahrscheinlich. Warum sollte jemand eine Höhle erst verschließen, um dann herum zu erzählen, es gäbe sie.
Nein, wahrscheinlich wird es tatsächlich etwas in der Höhle geben. Vielleicht sogar wichtiges und eventuell auch wertvolles. Aber davon sollte man nicht ausgehen. Und wenn es doch wahr wäre, wäre dieser Reichtum sogar hilfreich bei den Nachforschungen. Fast jede Information kostet etwas. Mal Geld, mal eine Drohung. Hin und wieder auch gänzlich anderes.
Harmir wendet sich wieder an Rion, nachdem der Matrose vom Kapitän zurück an seine Arbeit gescheucht wurde. "Dann willst du also noch mit bis Neu Verdonia. Wenn du möchtest, kannst du mich morgen zu einigen Treffen begleiten. Ich will neue Handelsrouten erschließen, um endlich jene mit diesen unentschlossenen Ländern niederlegen zu können. Dieser Fürst schein willkürlich zu entscheiden, ob die Grenzen offen oder geschlossen gehalten werden sollen."
"Ja in der Tat. Und noch dazu sind die Verhältnisse dort ohnehin seltsam. Geld hat dort nicht den Wert, denn es haben sollte.", dabei grinst Rion und Harmir nickt wissend.
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Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Eleanora am Do 1. Apr 2010, 10:34

Als Aelroayne Valburg erreicht, ist es früher Nachmittag und die Sonne scheint über den blauen Himmel während nur wenie Wolkenfetzten vorbeiziehen. Das Wetter ist in den letzten Tagen merklich besser geworden und es scheint als wäre der Winter endlich vorbei.
Am Stadttor herrscht reger Betrieb. Fahrende Händler mit ihren Ochsenkarren und auch Reisende betreten und verlassen die Stadt unter den wachsamem Blicken der Stadtwache. Es scheint derzeit für sie jedoch keinen Grund zu geben jemanden anzuhalten. Und so tritt auch Aelroayne durch das Stadttor auf eine der Hauptstraßen, ihr Ziel ist der Hafen Valburgs.
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Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Aaron am Do 1. Apr 2010, 15:12

Rechts und links der Hauptstraße türmen sich dicht an dicht weiße Gebäude von den zahllosen Läden und Geschäften. Vor jeden der Gebäuden befindet sich mindestens eine Birke, die zueinander nahezu gleichen Abstand haben.

Als Aelroayne der Hauptstraße folgt, wird sie angesprochen. "Feuermark?", fragte ein zerlumpter Mann, der zeilstrebig aus einer der kleinen Seitengasse kam, "Hast du eine Feuermark für mich?"
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Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Eleanora am Do 1. Apr 2010, 19:25

Aelroayne bleibt stehen und schaut den zerlumpten Mann an. Sie hat Mitleid mit ihm *Jeder hat das Recht zu Leben*, denkt sie dabei.
Dann greift sie in ihre Tasche und befühlt darin die Geldmünzen, die sie bei sich trägt. Eine von ihnen zieht sie heraus und drückt sie dem Bettler in die Hand. Es ist ein 2-Feuermark Stück. "Bitte nehmt dies."
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Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Aaron am So 4. Apr 2010, 20:39

"Oh, habt Dank! Vielen, vielen Dank!", beginnt der Mann zu stammeln und kann sein Glück kaum fassen, "Ihr seid sehr großzügig."

Der Mann behält die Münze fest in der Hand und stoplert mehr als wirklich zu gehen. Nur einen Moment später ist er schon wieder in der Gasse und außerhalb der Sicht.
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Re: Ankunft in Valburg

Beitragvon Eleanora am Fr 9. Apr 2010, 12:16

Nachdem der Mann verschwunden ist, macht sich Aelroayne wieder weiter auf den Weg zum Hafen.
Im Hafen von Valburg herrscht wie immer reges Treiben. Viele verschiedene Schiffe liegen dort und Seeleute sind mit dem Be- und Entladen von Handelsschiffen der verschiedensten Regionen Carpias beschäftigt.
Aelroayne sieht sich zunächst um und hällt Ausschau nach Schiffen, welche die norburger Flagge gehisst haben. Es sind gut ein halbes Dutzend.
Nacheinander fragt sie sich bei diesen durch, bis sie schließlich eines findet, welches aus Waren nach Kilabnestie bringt und wo man bereit ist ihren Brief bis dahin mitzunehmen und im dortigen Hafen an einen elfischen Händler zu übergeben.
"Habt vielen Dank", mit diesen Worten überreicht Aelroayne dem Seemann das gefaltete und gesiegelte Stück Papier, sowie eine Feuermark. Der Seemann nimmt das Geld entgegen und verstaut den Brief dann unter Deck in einer Kiste, in der bereits weitere Schriftstücke lagern.
Anschließend macht Aelroayne sich auf dem Weg zur Hafenmeisterei.
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