An einer Straße nach Eugensburg - "Taverne zur Linde"

Das alte Königreich auf Pedesta.

An einer Straße nach Eugensburg - "Taverne zur Linde"

Beitragvon Merlina am Mi 27. Jan 2010, 19:12

Der Tag war eisigkalt gewesen und immer wieder hatte starker Schneefall Melissas Fortkommen behindert. Dick eingemummt sitzt sie auf ihrem Pferd, hinter ihr festgezurrt ihre Heilertasche und ein wenig Kleidung, und spornt das Tier an noch ein wenig weiter zu reiten. Der Tag neigt sich langsam seinem Ende entgegen und Melissa will noch zu dieser Taverne kommen, die direkt an dieser Straße nach Eugensburg liegt.
Mit gesenktem Kopf stapft die rostbraune Stute die Straße entlang und alles in ihrer Haltung macht deutlich, dass sie sich nach einem warmen Stall sehnt.

Melissa Bumona hatte ihren Gatten Talcid, der zum Ausheilen einer Verletzung auf Gut Ratio gewesen war und nun zur Front zurück kehrte, ein Stück seines Weges begleitet und dann eine alte Bekannte besucht. Nun ist sie auf dem Rückweg und hat noch ein gutes Stück Weg vor sich. Ihr Blick geht voraus und im leichten Schneetreiben erspäht sie mit zusammen gekniffenen Augen in der Ferne eine Ansammlung Bäume und in deren Mitte ein Haus.
„Komm, Lotti, noch ein Stückchen. Da vorne ist schon der warme Stall, in dem du heute Nacht schlafen darfst. Und ich hoffe es gibt auch ein warmes Bett für mich.“
Die Stute schnaubt, als hätte sie ihre Herrin verstanden, und eine viertel Stunde später erreicht das brave Tier die Schänke.

Melissa sitzt ab und übergibt dem Stallburschen, der sofort aus der Stalltür auf sie zukommt, die Zügel. Er begrüßt sie höflich und sie erwidert seinen Gruß, dann setzt sie hinzu: „Seid nett zu meiner Lotte und gebt ihr eine doppelte Portion Hafer.“ Dabei steckt sie dem Stallburschen eine Münze zu, die er erfreut annimmt. Nun bindet sie schnell ihre Sachen hinter dem Sattel los und während ihr Pferd zum Stall geführt wird, geht Melissa die wenigen Schritte zum Wirtshaus und öffnet die Tür, an der ein Schild mit der Aufschrift „Taverne zur Linde“ hängt. Sie kommt in einen Vorraum, wo mehrere Haken an der Wand befestigt sind an denen man die feuchten Umhänge aufhängen kann. Sie entledigt sich des ihren und betritt dann die Schankstube. Hier ist es heimelig warm und im spärlichen Licht erkennt sie einige Tische, die im Raum verteilt stehen. Rechts im Hintergrund machen ihre alten Augen den Tresen aus, hinter dem eine Frau, wohl die Wirtin, steht und ihr entgegen sieht, sonst ist der Raum leer.
„Seid gegrüßt, Frau Wirtin“, sagt sie laut vernehmlich. „Habt Ihr noch ein Bett für die Nacht und etwas Warmes zu essen für mich?“
„Herzlich willkommen!“, ruft die Frau ihr zu. „Aber immer doch, noch ist alles frei. Sind wohl nicht viele Leute unterwegs bei diesem Wetter. Da trau sich keiner raus“, lacht sie und stellt den Becher, den sie abgetrocknet hat, fort und kommt um den Tresen herum, während sie ihre Hände an der Schürze abwischt.
„Dann will ich Euch mal Euer Zimmer zeigen“, sagt sie dann und geht vor. Hinter einer Gardine ist eine Tür versteckt und hinter dieser Tür befindet sich die Treppe nach oben zu den Zimmern. Melissa folgt ihr.
Da sagte die Stopfnadel: "Seht nur, jetzt bin ich eine Busennadel!"
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Re: An einer Straße nach Eugensburg - "Taverne zur Linde"

Beitragvon Merlina am Do 4. Feb 2010, 21:26

Am nächsten Tag beschließt Melissa aufgrund der schlechten Wetterlage, es herrscht dichtes Schneetreiben, noch eine weitere Nacht in der Taverne zu verbringen. Als sie in die Gaststube hinunter kommt ist außer der Wirtin und dem Wirt noch eine Frau anwesend. Anhand des Gespräches, welches sie nun mitbekommt, erfährt Melissa, dass es sich um eine Händlerin handelt. Als sie sich dann zu einem späten Frühstück nieder lässt, setzt sich die Frau zu ihr und sie unterhalten sich, während beide etwas essen. Auch mit der Wirtin und dem Wirt kommt Melissa ins Gespräch.

Gegen Mittag stürzt ein Junge herein und erklärt der Wirtin keuchend: „Tante, das Baby kommt. Mutter bittet dich zu kommen, um auf die Kleinen aufzupassen.“
Die Wirtin nickt und bindet sich die Schürze ab. Dann geht sie zu Melissa und der Händlerin.
„Ich weiß ja nicht, was heute an Gästen noch so kommt, aber bei diesem Schneetreiben werden es wohl nicht mehr so viele sein. Aber sollten doch noch ein paar den Weg zu uns finden, dann möchte ich Euch fragen, ob ihr meinen Mann ein wenig unterstützen würdet?“ fragt sie freundlich. „Ich mache Euch dann auch einen guten Preis für Kost und Unterkunft.“
„Aber natürlich“, nickt Melissa, noch bevor die Händlerin etwas sagen kann. „Das ist überhaupt kein Problem, nicht wahr?“ Sie sieht die andere Frau um Zustimmung bittend an und diese nickt. „Selbstverständlich!“
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Die Reise von Valburg nach Eugensburg

Beitragvon Sulcus Tendium am Mo 8. Feb 2010, 07:15

Die Bumonas, ihre Begleiter und ihr Schützlinge waren in das Gasthaus zur Linde eingekehrt. Dort trafen sie nicht nur Melissa Bumona, sondern auch Jan Thorax und Asp stießen wieder zur Gruppe hinzu.
An dem Abend mal wieder ein Toter vor die Füße der Heiler gefallen und eine eingehendere Untersuchung ergab, dass der Mann am Zauber "Hirn zu Hirsebrei" gestorben sein musste.
Der Tote trug ein Schwert bei sich, dass nicht nur allen beteiligten Rätsel aufgab, sondern auch Begehrlichkeiten weckte.
Doch in einem allgemeinen Konsens einigte man sich darauf das Schwert in Eugensburg der Gerichtsbakeit zu übergeben, der Tote war Soldat gewesen und hatte sicherlich einen wichtigen Auftrag zu erfüllen.


Die Nacht war Unruhig für Sulcus, auch wenn es schön war wieder einmal in einem festen Bett zu schlafen.

Am Morgen packt er seine Sachen und verlädt sie. Die Decke mit dem Schwert die er unter der Bettdecke hervor holt, verstaut er unter dem Kutschbock des ersten Ochsenkarren, danach legt er sich auf den selbigen und wartet auf die anderen.

Essen wäre gut überlegt er laut, bleibt jedoch liegen.
Zuletzt geändert von Tamol Bumona am Mo 8. Feb 2010, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Erzähler war zu langsam ;)
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Re: Die Reise von Valburg nach Eugensburg

Beitragvon Rensche am Mo 8. Feb 2010, 12:43

Der Wirt und die Wirtin sind offenbar noch nachts oder am frühen morgen zurückgekommen, jedenfalls sind sie unten im Tavernenraum als Tezelle diesen betritt. Sie wirken übernächtigt und einigermaßen überrascht das doch so viele Reisende in ihrem Gasthaus eingekehrt sind.
Tezelle überlegt kurz ob sie etwas von den Geschehnissen des vergangenen Abends erzählen soll, beschränkt sich dann jedoch, vorerst zumindest, auf einen Morgengruß und darauf sich vorzustellen.
"Ich denke wir werden bald weiterfahren" fügt sie hinzu "aber ein Frühstück und vor allem etwas warmes zu trinken wäre schön vorher."
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Re: An einer Straße nach Eugensburg - "Taverne zur Linde"

Beitragvon Merlina am Di 9. Feb 2010, 18:12

"Dann wollt Ihr sicher ein reichhaltiges Frühstück, um Euch für den Weg zu stärken", erklärt die Wirtsfrau und eilt, ohne auf eine Antwort zu warten, los, um frisches Brot und andere köstliche Dinge zu holen oder noch zuzubereiten.
"Möchtet Ihr Rührei?", ruft sie aus der Küche.
Ihr Mann ist unterdessen dabei hinter dem Tresen ein wenig aufzuräumen. Da er am Vorabend ja gegangen war, um seine Frau abzuholen, ist alles ein wenig unordentlich. Doch er ist froh, dass die Gäste auch ohne ihn ausgekommen zu sein scheinen.

In diesem Moment kommt auch Melissa die Treppe herab.
"Guten Morgen", sagt sie laut und lächelt Tecelle zu. "Ah, du bist also auch schon auf."
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Re: An einer Straße nach Eugensburg - "Taverne zur Linde"

Beitragvon Elledor am Di 9. Feb 2010, 21:08

Ullrich erwacht mit dröhnendem Schädel und schmerzenden Rippen... irgendwer hatte ihn getreten und jemand schlug ihn nieder.
Wer hat es gewagt? Er hielt sich den Kopf, während er aufstand.
"Warum liege ich bei den Ochsen?" fragte er sich, als er den Haufen bemerkt in de er gerade getreten war.
"Was für ein morgen...oh Godena..."
Ullrich nahm Platz in der Ewigkeit. Sorgsam nahm er eine der zitternden Flammen; ein Leben flog vor seinen Augen vorüber. Er lächelte, sog behutsam Luft ein und löschte die Flamme. Er blickte auf ein nächstes Lichtlein. Ullrich machte sich an die Arbeit.
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Re: An einer Straße nach Eugensburg - "Taverne zur Linde"

Beitragvon Tamol Bumona am Di 9. Feb 2010, 22:48

Tamol erwacht an diesem morgen endlich mal wieder im Warmen und in einem Bett.
Er reibt sich sein Knie und massiert die Musekln gut durch, bevor er aufsteht und nach unten geht. Auch heute morgen geht es wieder ein wenig besser.

Als er die Treppe herunter kommt begrüßt er erstmal die bereits Anwesenden:
"Ah, guten Morgen Mama, hallo Tecelle! Ich hoffe ihr beiden hattet eine gute Nacht und Godena hat euch schöne Träume geschickt."
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Re: An einer Straße nach Eugensburg - "Taverne zur Linde"

Beitragvon Sonea am Mi 10. Feb 2010, 22:53

(OT: Sonea ist seit dem Spelunken-Con mit den Bumonas gereist, ich bin bisher nur nicht zum schreiben gekommen. @Phillip: Wir können jetzt auch gern das Gespräch "ausspielen".)

Sonea, die, wie so oft, gestern Abend keine große Lust hatte in der Taverne zu sitzen und daher früh im Bett war, war schon sehr früh wach und hatte sich mit einer ihrer Decken in den Schnee gesetzt und ihr Morgengebet gehalten.
Nach dem sie fertig ist, geht sie wieder in die Taverne in der Hoffnung, frühstücken zu können.
Auf dem Weg in die Taverne kommt sie an Sulcus vorbei und schüttelt verwundert denn Kopf als sie ihn auf dem Kutschbock liegen sieht "Guten Morgen Sulcus." grüßt sie ihn und geht dann in die Taverne und setzt sich mit einem "Guten Morgen." zu Melissa, Tecelle und Tamol.
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Re: An einer Straße nach Eugensburg - "Taverne zur Linde"

Beitragvon Sulcus Tendium am Mi 10. Feb 2010, 23:27

Sulcus schreckt kurz auf, sieht dann aber Sonea und erwiedert freundlich

Guten Morgen!
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Re: An einer Straße nach Eugensburg - "Taverne zur Linde"

Beitragvon Merlina am Do 11. Feb 2010, 16:26

"Ich nehme gerne Rührei", ruft Melissa in die Küche, "und bin sicher, dass Ihr noch mehr dankbare Abnehmer findet!"
"Guten Morgen, Tamol, mein Lieber Junge", bergüßt Melissa dann ihren Sohn. "Danke der Nachfrage. Ja, ich habe wunderbar geschlafen. Es ist so schön euch wieder einmal um mich zu haben."

Im Hintergrund hört man die Wirtin in der Küche lautstark mit Töpfen und Pfannen hantieren und der Wirt stellt für alle Gäste Geschirr auf die Tische.
Melissa gesellt sich zu ihm und hilft ihm dabei, während sie ihn fragt: "Und hat Eure Schwägerin ihr Kind ohne Probleme bekommen?"

"Ja, als ich ankam war die Kleine gerade da. Aber dann mußten wir es ja noch ordentlich betrinken und meine Frau hat die Großen dann noch zu Bett gebracht. Waren natürlich alle sehr aufgeregt. Und drum sind wir dann auch erst recht spät wieder hier gewesen", gibt er redselig Auskunft.
"Habt Dank, dass Ihr in der Zwischenzeit so gut über die Taverne gewacht habt."
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